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SPIELEKRITIK

 

Dolce Vita

"Mein Haus! Mein Auto! Mein Boot!" Das Kartenspiel "Dolce Vita" erinnert an den Werbespot einer Sparkasse. Im Spiel wie im Spot protzen die Akteure mit ihren frisch erworbenen Reichtümern und genießen den Neid ihrer Mitmenschen. Der Weg zum Reichtum ist hier wie dort gleichermaßen mühelos. Bei der Sparkasse legt man ein wenig Geld an, bei "Dolce Vita" sind s ein paar Spielkarten. Der Rest geschieht dann ganz von selbst: Yachten, Schmuck, Pferde, Villen von unterschiedlichem Wert gehen in den Besitz der Anleger über. Ein Pferdefuß ist natürlich immer dabei, in der Spielanleitung ist er fett gedruckt: Von jeder Sorte Luxusgut darf man nur eines besitzen; wer zum Beispiel eine neue Yacht erhält, muss die alte abgeben, auch wenn sie viel wertvoller ist. Wer welches Luxusgut erhält, hängt von den Auslagen aller Mitspieler ab. Hier ist Raum für kleine und große Gemeinheiten. Dabei hilft einem kein Anlegeberater. Gewinner ist aber auch nicht die Sparkasse. Garantiert! (güc.)

Dolce Vita von Reiner Stockhausen, Verlag Hans im Glück, 3 bis 5 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer: ca. 30 Min. , 10 Mark.

© Günter Cornett