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Gut geölter SpielabendMit "Giganten" auf der Suche nach dem schwarzen Gold
Das schwarze Gold lockt. Mit einem alten Ford durchkämmen wir das Gelände nach Ölquellen. Ruck, zuck einen Bohrturm errichtet, das Öl gefördert, verladen und zu Höchstpreisen auf dem Markt verkauft das wäre optimal. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Giganten, die Spieleneuheit aus dem Hause Kosmos, bietet reichlich Spielmaterial: LKWs, Loks, Bohrtürme und Ölgestein verteilen sich eindrucksvoll auf einem großen und ansehnlichen Spielplan. Mit Hilfe von Aktionskarten versuchen die Spieler die drei Bereiche ihrer Unternehmen (Ölsuche, -transport, -verkauf) möglichst gleichmäßig zu entwickeln. Manche der Aktionskarten enthalten viele Bewegungspunkte für Ölsuche und -transport, dafür aber wenig Verkaufslizenzen. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Einige Karten erlauben es zudem, den Ölpreis zu manipulieren oder die Mitspieler zu behindern. Letzteres hält sich aber in verträglichen Grenzen. Denn Giganten ist als Familienspiel konzipiert. Der durchaus konstruktive Sachzwang, alle Unternehmensbereiche gleichmäßig zu entwickeln, gibt den Spielern eine grundlegende Strategie vor und verhindert zugleich besondere taktische Raffinessen. Langweilig wird das Spiel trotzdem nicht. Im Gegenteil: Die Spieler haben ständig damit zu tun, die Spielsituation richtig einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Der Erfolg bei der Ölsuche ist dabei sehr vom Glück abhängig, während der Transport besser vom Spieler kontrolliert werden kann. Spannend wird es vor allem beim Verkauf. Denn nur wer am Ende einer Runde die meisten Verkaufslizenzen bieten kann, darf sein schwarzes Gold in grüne Scheine verwandeln. Die unterschiedlichen Mechanismen greifen gut ineinander. Das macht Giganten zu einem Garanten für einen gut geölten Spieleabend. Die Jury "Spiel des Jahres" nominierte Giganten für den begehrtesten deutschen Spielepreis (zusammen mit Tikal und Union Pacific). Giganten von Wilko Manz, Verlag Kosmos, 3 4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer: 80 Min., 59 Mark.
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