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SPIELEKRITIK

 

Vinci

Bei dem Eroberungsspiel "Vinci" geht es um den Aufstieg und den Fall von Zivilisationen. Neue Reiche entstehen, dehnen sich aus und zerfallen wieder. Der Spieler, der ein Reich führt, überlässt es bald seinem Schicksal und gründet ein neues. Für die während der kurzen Blütezeit gemachten Eroberungen erhält er Siegpunkte. Abwechslung bringen Kärtchen, die für verschiedene Zivilisationen spezielle Eigenschaften festlegen: Manche verheißen zusätzliche Punkte für die Eroberung bestimmter Landstriche, andere bringen militärische oder sonstige Vorteile. Da für jedes Reich zwei dieser Eigenschaften miteinander kombiniert werden, ist die Vielfalt von Spielsituationen schier unerschöpflich. Schade nur, dass die Spielanleitung schlecht strukturiert ist und zahlreiche Lücken und kleinere Fehler enthält. Ansonsten aber überzeugt "Vinci" durch seine klare und einfache Struktur. Ein taktisches Spiel, das ohne Glücksfaktor, aber auch ohne langwierige Grübeleien auskommt und einen mit der Erkenntnis entlässt: Jedes Reich ist vergänglich. (güc.)

Vinci von Phillippe Kayaerts, Descartes (Eurogames), 2 bis 6 Spieler ab 14 Jahren, Spieldauer: 2 bis 3 Stunden, 59 Mark.

© Günter Cornett