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Partner statt GegnerUngewöhnlich ein Spiel ohne richtigen Sieger
Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen wird bei "Wege" der Mitspieler eher als Partner denn als Gegner betrachtet. Zwei Spieler oder Teams entwerfen gemeinsam einen Park mit Wasser- und Landwegen, Brücken und Biotopen. Wobei der eine fürs Land zuständig ist, und der andere sich mit dem Wasser zu beschäftigen hat. Abwechselnd werden die Karten gezogen, der Park wird bis zu einer Größe von sechs mal sechs Feldern Schritt für Schritt erweitert. Ziel ist es, alle vier Seiten mit der jeweils eigenen Wegeart zu verbinden. Inseln bzw. Teiche, die vom Wegenetz abgetrennt sind, dürfen nicht entstehen. Und schließlich will jeder Spieler zwei einsame Enten zu einem Paar zusammenbringen. Die Aufgabe ist schwierig genug, man kommt kaum dazu, das Spiel des anderen zu stören. Zwar ist der Landspieler bestrebt, die Wasserteile auf einen ungünstigen Platz zu schieben, und umgekehrt. Doch kennt man zu Beginn des Spiels nur die Größe des Parks, nicht aber die genaue Position der Grenzen. Da macht es wenig Sinn, lange nach dem besten Zug zu grübeln, zumal man auch nicht weiß, welche Karte als nächste gezogen wird. Man spielt flott aus dem Bauch heraus. "Wege" ist mehr ein taktisches Spiel. Am Ende wurde keine gegnerische Figur geschlagen. Statt dessen schweift der Blick über die gemeinsam gestaltete Parklandschaft. Wurden nicht alle Aufgaben erfüllt, mißt man seinen Erfolg vor allem daran, wie weit man vom eigenen Spielziel entfernt ist. Ob der Mitspieler es besser gemacht hat, ist da gar nicht so wichtig. "Wege" ein kooperatives Spiel mit einem gemeinsamen Ziel. Wege (Amigo) von Edith Schlichting, geeignet für ein bis zwei Spieler oder Teams ab acht Jahren. Preis etwa 15 Mark.
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